Es gibt für Menschen mit Demenz neben den allgemeinen Unterstützungen zusätzliche finanzielle Hilfen.
Bei einer Demenzerkrankung wird der erforderliche Pflegebedarf durch die Festsetzung einer Pflegestufe bestimmt. Je höher die Pflegestufe festgesetzt wird, desto mehr Pflegegeld erhält man. Menschen mit Demenz benötigen manchmal intensivere Pflege: zum Beispiel, wenn sie eine schwere Verhaltensstörung haben. Dann benötigt die Pflegeperson mehr Geduld oder Einfühlungsvermögen bei der Pflege. Für einen höheren zeitlichen Aufwand in der Pflege von Demenzkranken werden Extrastunden angerechnet. Diese Extrastunden nennt man Erschwernis-Zuschlag. Im Fall einer Demenzerkrankung werden ab dem 15. Lebensjahr 45 Extrastunden angerechnet. Durch diese Extrastunden können Demenzpatienten in eine höhere Pflegestufe eingestuft werden.
Wenn Angehörige ein Familienmitglied pflegen, können sie unter bestimmten Voraussetzungen in Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit gehen. Pflegende Angehörige bekommen dann Pflegekarenzgeld. Wenn der zu pflegende Mensch einen Nachweis über seine demenzielle Erkrankung hat, ist das bereits ab Pflegestufe 1 möglich.
Wenn pflegende Angehörige krank werden oder in den Urlaub fahren wollen, bekommen sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss, um für diesen Zeitraum Ersatzpflege organisieren zu können. Je nach Pflegestufe bekommen sie dafür 1.200 bis 2.200 Euro im Jahr, um eine Ersatzpflegekraft oder einen Kurzzeitpflegeplatz bezahlen zu können. Wenn der zu pflegende Mensch einen Nachweis über seine demenzielle Erkrankung hat, ist das bereits ab Pflegestufe 1 möglich. Zusätzlich können 300 Euro pro Jahr in Anspruch genommen werden.
Bei der Volkshilfe können Menschen mit Demenz oder deren Angehörige einmal pro Jahr um finanzielle Unterstützung ansuchen. Dazu kann man sich an jede Volkshilfe-Einrichtung in der eigenen Umgebung wenden. Wie viel Geld man bekommt, hängt vom Einkommen und von anderen Dingen ab.
Weitere Informationen finden Sie im folgenden Infofolder.
Auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt finden Sie weitere hilfreiche Informationen und Angebote der Caritas, Diakonie, dem Hilfswerk und Österreichischen Roten Kreuz.
Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2026