Bei ME/CFS sind das Gehirn und das Rückenmark entzündet, weshalb Muskelschmerzen auftreten. Zusätzlich leiden Menschen mit ME/CFS an einer dauerhaft starken Erschöpfung und extremen Müdigkeit.
ME/CFS ist eine schwere, lang andauernde Erkrankung. Sie wird erst diagnostiziert, wenn die Beschwerden längere Zeit andauern:
- bei Erwachsenen nach 6 Monaten
- bei Kindern und Jugendlichen nach 3 Monaten
Betroffene fühlen sich sehr erschöpft und können sich oft kaum erholen. Die Erschöpfung wird auch durch Ruhe nicht besser. In der Fachsprache nennt man eine derart ausgeprägte Erschöpfung auch „Fatigue". Fatigue bei ME/CFS dauert mindestens 6 Monate an.
Außerdem kommt es zur sogenannten Post-Exertional Malaise, kurz PEM: Typisch dabei ist, dass sich der Zustand nach körperlicher oder geistiger Anstrengung deutlich verschlechtert. Dabei ist die Überlastung oft nicht gleich spürbar. Trotzdem kann es zu einem „Crash“ kommen: Ein Crash kann dazu führen, dass der Gesundheitszustand sich dauerhaft verschlechtert. Deshalb ist „Pacing“ so wichtig: Beim Pacing sollen Betroffene ihren Tag so gestalten, dass sie nicht an ihre Leistungsgrenzen kommen. Hier geht es klar darum, dass Betroffene sich ihre Energie aufteilen und ihren Gesundheitszustand stabil halten können. Das Ziel ist nicht, die Leistung irgendwann einmal wieder zu steigern.
Weitere mögliche Beschwerden bei ME/CFS sind zum Beispiel:
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Schlafstörungen
- Schmerzen
- Kreislaufprobleme
Die Ursachen von ME/CFS sind noch nicht vollständig geklärt. Die Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Oft beginnt sie nach einer Infektion und zählt deshalb zu den sogenannten postakuten Infektionssyndromen, kurz PAIS: Dabei verschwinden Beschwerden nach einer Infektion nicht oder treten neu auf. Beispiele für eine solche Infektion sind das Coronavirus oder die echte Grippe.
Mehr Informationen zu ME/CFS und PAIS finden Sie auf den folgenden Seiten des Gesundheitsportals: