Krankheit, Pflegebedürftigkeit und die Pflege von Angehörigen sind mit großen Einschränkungen des Alltags und Veränderungen im Zusammenleben mit anderen Menschen verbunden.
Bei einer Krankheit müssen sich Betroffene während der erforderlichen Behandlungszeit und Genesungsphase zurückziehen. Arztbesuche, Behandlungen und Therapien sowie die Bewältigung der gesundheitlichen Situation beanspruchen meist viel Zeit und Kraft, sodass soziale Kontakte in den Hintergrund geraten.
Es entfallen gewohnte Routinen wie der Weg zum täglichen Einkauf. Auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wie bei Vereinsaktivitäten oder Treffen mit Familienmitgliedern und Freunden ist erschwert. Das kann sehr rasch dazu führen, dass regelmäßige soziale Kontakte verloren gehen. Durch die Zurückgezogenheit kann sich eine schleichende Isolation entwickeln.
Auch pflegende Angehörige, die allein für eine pflegebedürftige Person sorgen, sind von Einsamkeit betroffen.
Zusätzlich erleidet der Mensch im fortschreitenden Alter häufiger persönliche Verluste. Das soziale Umfeld wird kleiner. Die Folge von Verlusterlebnissen ist auch hier Einsamkeit.
Wenige oder gar fehlende soziale Begegnungen und Beziehungen erzeugen ein Gefühl von Einsamkeit. Dieses kann das Risiko für einen längeren Genesungsverlauf erhöhen und sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken.
Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf haben vor allem Kontakt zu pflegenden Angehörigen oder Betreuungspersonen und nur noch wenig Kontakt zu ihrem Umfeld. Sie sind den Risiken der Isolation noch mehr ausgesetzt. Dies gilt auch für die pflegenden Angehörigen, deren Alltag durch die Pflege einer Person bestimmt wird.
Einsamkeit und Isolation können auch das Risiko für psychische Belastungen erhöhen. Gefühle wie Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Traurigkeit oder innere Leere können die Einsamkeit verstärken. In manchen Fällen können daraus depressive Symptome und Suizidgedanken entstehen. Daher ist es besonders wichtig, auf Warnsignale zu achten, die auf den Verlust von Lebensfreude hindeuten und Betroffenen frühzeitig Unterstützung anzubieten.
Unter dem folgenden Link finden Sie Hilfe bei psychischen Belastungen und Suizidgefährdung im Alter:
Wenn Krankheit einsam macht: Tipps gegen Einsamkeit von Pflegebedürftigen
Diese Tipps sollen Ihnen helfen, trotz Krankheit Unterstützung und Verbundenheit zu erfahren. Nehmen Sie Hilfe an, um nicht allein schwierige Zeiten bewältigen zu müssen.
Haben Sie eine schwere Zeit hinter sich und wollen wieder aktiver am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Für mehr Tipps gegen Einsamkeit und Freizeitangebote besuchen Sie die folgende Seite:
Letzte Aktualisierung: 26. August 2026